Die spatromanische Feldsteinkirche erfuhr 1721 einen Umbau, bei dem möglicherweise das Schiff nach Osten verlängert wurde. Besonders auf der Nordseite bemerkt man die fast regellose Lage der Feldsteine im östlichen Teil. Der so entstandene neue Altarraum bekam einen geraden Schluss, der Giebel wurde in Fachwerk ausgeführt und alle Fenster vergrößert. Eine weitere Erneuerung erfolgte 1914, bei der auch der Turm das jetzige Aussehen erhielt. Die Rundbogenportale auf der Nord- bzw. Südseite sind vermauert, aber in ihren Umrissen noch gut zu erkennen. Auf der Südseite blieb ein Sandsteinepitaph aus der Barockzeit erhalten. Der schlichte Kanzelaltar ist aus dem 18. Jahrhundert. Die Holztaufe im neoromanischen Stil bekam die Kirchengemeinde von der St. Petri-Kirche zu Senst. Mitte der 1960er Jahre verkürzte man den nördlichen und südlichen Arm der Empore, damit das Innere mehr Licht erhält. Auf der Empore mit Balustrade steht die 1915 von Fleischer und Kindermann, Dessau, gebaute Orgel. Im Oktober 1806 zerstörten französische Truppen das Pfarrhaus, wobei auch alle kirchlichen Urkunden vernichtet wurden. Das 1891/92 neu gebaute Pfarrhaus bietet jetzt einem Freizeitheim Unterkunft.
Sandsteinepitaph aus der Barockzeit, Arme der Empore wurden in den 1960er Jahren verkürzt, um mehr Licht in das Kirchenschiff zu lassen.
Köselitz war schon 1265 Pfarrdorf. In drei Urkunden aus diesem Jahr, die das Dorf betreffen, erscheinen unterschiedliche Schreibweisen: Coselitz und Koseliz.
In jedem Jahr lädt die Kirchengemeinde zu einem Frühlingssingen und zu anderen Konzerten ein.
Pfarramt Coswig, Schloßstraße 58, 06869 Coswig, Pf. Stephan Grötzsch, Tel. 034903 / 629 38

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