Stiftung Entschlossene Kirchen c/o Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Stiftung zur Erhaltung der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
Telefon 0228 / 9091-212, vor Ort: 039248 / 7300

Stiftung zum Erhalt der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst

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Luko - St. Pauli

Geschichte

Den Fachwerkreiter über dem Westgiebel bekam die Kirche vermutlich bei der Erneuerung im Jahr 1797, bei der auch die Fensteröffnungen verändert wurden. Das Apsisfenster behilet dagegen die romanische Form, genauso wie ein Fenster auf der Nordseite des Schiffes. Auf dieser Stelle blieben auch zwei Rundbogenportale vor einer Umgestaltung bewahrt. Der Altaraufsatz ist von 1772. Das Jahr und auch Initialen sind auf die Rückseite geschrieben. In den Feldern des Kanzelkorbes (1707), der auf einer gewundenen Holzsäule steht, ist in bäuerlicher Malerei Jesus nebst den Evangelisten Lukas, Markus, Matthäus und ihren Symbolen dargestellt. Unter den Figuren ist ein Spruch zu sehen: VERBUM DOMINI MANET AETERNUM - Gottes Wort bleibt ewig.

Unter den einzelnen Säulchen, die die Felder voneinander trennen, erkennt man jeweils die Ziffer "1 7 0 7". Die Hufeisenempore wurde in den 1970er Jahren gekürzt, um mehr Licht im Kirchenschiff zu haben. Der Innenraum wurde 1992 saniert und erhielt auch neues Gestühl. Die Orgel von W. Hoff, Dessau, aus dem Jahr 1856, wurde 1994 restauriert und der Blasebalg mit einem elektrischen Orgelmotor versehen.

Die Bronzeglocke mit einer alten Inschrift ist das Werk eines nicht näher bekannten Meisters. 2001 wurden Kirchendach, Turmdach und die Turmfassade erneuert.

Besonderheiten

Das Mauerwerk der Apsis reicht fast bis zur Traufe des Chores, neben dem Eingang steht ein Sandsteinepitaph, dessen Inschrift nicht mehr lesbar ist. Das Abendmahlsgemälde auf dem Altarblatt ist eine alte handwerkliche Malerei. Die Sandsteintaufe in achteckiger, gotischer Form stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Zustand

Ortsgeschichte

Die erste Erwähnung des Dorfes ist in einer 1250 in Coswig ausgestellten Urkunde zu finden. Dort wird bestätigt, dass das Kapitel der Kollegiatskirche zu Coswig ein slawisches Dorf, genannt Lucow, als Lehen vergibt. Ein erster Hinweis auf ein Pfarrdorf ist seit 1386 belegt, als Herr Petrus, Pfarrer in Lucow, in einer Urkunde aufgeführt wird. 

Kontakt

Pfarrer Dankmar Pahlings in Zieko, Telefon: 034903 / 626 45 

Bild
Kirche St. Pauli Luko 
Ort:
Luko
Kirchweihe:
1. Hälfte 13. Jahrhundert 
Baustil:
Spätromanik 

Lage von Luko innerhalb des Kirchenkreises Zerbst.
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