Die Dorfkirche St. Blasii ist eine Feldsteinkirche romanischen Ursprungs in der typischen Anlage mit Schiff, Chor und Apsis. Der vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche wurde erst im Jahr 1808 ein Turm mit quadratischem Grundriss vorgesetzt. Der ursprünglich in Fachwerkbauweise errichtete obere Teil des Turmes wurde 1890 durch einen massiven Bau mit einem oktogonalen, laternenähnlichen Aufsatz ersetzt.
Eine Sandsteintafel über der im Süden befindlichen Eingangspforte gibt das Jahr 1696 als Datum der Umgestaltung der Kirche an. In dieser Zeit bekamen auch die Fenster ihre veränderte Form. Aus einer weiteren Umgestaltung im Jahr 1831 sind der klassizistische Kanzelaltar, der die Apsis vollständig verdeckt, sowie die ebenfalls in klassizistischem Stil gearbeitete Hufeisenempore.
Neben dem klassizistischen Kanzelaltar und Hufeisenempore wird der Innenraum geprägt von einer 1808 eingebauten Steinmann-Orgel, die durch Kriegseinflüsse stark beschädigt ist. Ein ovales Epitaph wurde nach dessen Tod 1694 für Hans Rudolph von Kalitsch im Innenraum der Kirche angebracht. Um drei Porträts und der Darstellung der Grablegung Christi rankt sich ein reich geschnitztes Akanthusornament, das durch Einfügung mehrerer farbig gestalteter Wappen und Putten noch imposanter wirkt.
Das Tonnengewölbe im unteren Turm war die Gruft der Familie von Kalitsch und wird jetzt als Gemeinderaum genutzt. Nachdem im 2. Weltkrieg eine Glocke demontiert werden musste, verfügt die Kirche nunmehr nur noch über eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1754.
In der Kirche befindet sich ein klassizistischer Kanzelaltar und eine Empore aus der gleichen Zeit. Ein Epitaph wurde für "Hans Rudolph von Kalitsch" errichtet.
1993 wurde die Kirche neu gemalt.
Der erste Hinweis auf das Dorf Dobritz ist von 1285 als Familienname überliefert: Werner de Doberitz war Bürgermeister in Zerbst.
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