Stiftung Entschlossene Kirchen c/o Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Stiftung zur Erhaltung der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
Telefon 0228 / 9091-212, vor Ort: 039248 / 7300

Stiftung zum Erhalt der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst

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Düben - St. Petrikirche

Geschichte

Die Feldsteinkirche ist romanischen Ursprungs und hat den Aufbau der Dorfkirchen aus dieser Zeit über die Jahrhunderte behalten: rechteckiges Schiff, nach Osten der eingezogene Rechteckchor und die niedere halbkreisförmige Apsis. An letzterer ist eine Gliederung durch Feldsteinlinsenen vorhanden, eine Bauweise, wie sie im Landkreis einmalig ist.

Teilweise sind die Rundbogenfenster in Umrissen zu erkennen, andere wurden im Barock dem Stil entsprechend vergrößert. Die romanische Priesterpforte am Nordteil ist vermauert. Im unteren Bereich sind recht kleine Feldsteine verhältnismäßig sorgfältig geschichtet, für die weiteren Lagen verwendete man auch größere Findlinge. Der Turm mit Faltdach, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut, wurde 1903 nach einem Blitzschlag im oberen Teil erneuert und 1972 verputzt.

Das Innere besitzt eine Flachdecke. Ende des 17. Jahrhunderts erhielt die Kirche das Chorgestühl mit Gitterwerk und den Altaraufsatz. Dieser hat auf dem Altarblatt ein Kreuzigungsgemälde, umrahmt von geschnitzten Figuren, Moses und Johannes darstellend. Ungewöhnlich daran ist, dass sie jeweils unter einer Palme stehen. Ein Regenbogen spannt sich darüber und über diesem ist der auferstandene Christus zu sehen.

Ferner fällt ein Epitaph für den 1751 verstorbenen Amtsrat Hönig auf, des Weiteren ein Gedenkstein für ein Kind (gestorben 1716) und am Triumphbogen ein Epitaph mit zwei Wappen (1716). Die Bronzeglocke wurde 1903 in Laucha (Gebr. Ulrich) gegossen.

Besonderheiten

Auf einem Altarflügel der Kirche ist ein Kreuzigungsgemälde zu sehen, im Innenraum befinden sich mehrere Epitaphe.

Zustand

Der Innenraum wurde 1999 renoviert und 2001 erhielt die Kirche ein neues Dach.

Ortsgeschichte

Graf Siegfried I. von Anhalt und sein Sohn stifteten dem Nonnenkloster zu Coswig verschiedene Güter. In dieser 1280 in Coswig ausgestellten Urkunde wird das Dorf als Dubene erstmals erwähnt. Düben gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Coswig. 

Veranstaltungen

In den Sommermonaten findet einmal monatlich Gottesdienst statt. 

Kontakt

Schlüssel bei Familie Eichelbaum, Dorfstraße 9, Telefon 034903 / 626 88 

Bild
St. Petrikirche Düben 
Ort:
Düben
Kirchweihe:
nach 1200 
Baustil:
Romanik 

Lage von Düben innerhalb des Kirchenkreises Zerbst.
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